Willkommen
Willkommen auf der neuen Webseite
Mit 10 .Mai 2012 startete der neue Intenet-Auftritt der Rheticus-Gesellschaft.
Schauen sie sich die einzelnen Kategorien auf der Homepage an, lernen sie uns und unseren Verein besser kennen. Informieren sie sich regelmäßig über Neuigkeiten - schauen einfach immer wieder mal vorbei.
Wir freuen uns auf ihren Besuch und ihr Echo !
Mag. Albert Ruetz, Obmann
Univ.-Prof. Mag. Dr. Gerhard Wanner, Geschäftsführer
Buchpräsentation „Geschichte und Gegenwart des Rätoromanischen in Graubünden und im Rheintal“
Am 8. Mai 2012 fand in den historischen Räumlichkeiten des Liechtenstein-Instituts in Bendern die Präsentation des Bandes 2 der „Schriftenreihe des Arbeitskreises für interregionale Geschichte des Mittleren Alpenraumes“ (AIGMA) statt. Das Thema des 150 Seiten umfassenden Autoren-Sammelbandes widmet sich der „Geschichte und Gegenwart des Rätoromanischen in Graubünden und im Rheintal“. Der „Arbeitskreis“ ist grenzüberschreitend, hat seinen Sitz im Palais Liechtenstein in Feldkirch mit Geschäftsführer Gerhard Wanner. Er hat gemeinsame Projekte, Tagungen und Publikationen zur Zielsetzung. Ihm gehören zurzeit neun landeskundliche Einrichtungen aus Vorarlberg, sechs aus der Schweiz und zwei aus Liechtenstein an.
Geschichtlicher Bogen
Wie die beiden Herausgeber der Schrift, Georg Jäger, Chur und Gerhard Wanner, Feldkirch betonten, liegt die Besonderheit der sieben Beiträge umfassenden Publikation darin, dass sie den weiten Bogen von der Vorgeschichte bis zur Gegenwart umfasst. Zwei Beiträge behandeln die Probleme des heutigen Rätoromanischen in Graubünden und den Kampf um seinen Bestand. Der direkte Vorarlbergbezug ist durch drei Themen vorhanden. Archäologin Ulrike Mayr behandelt das vor- und geschichtliche Fund-Erbe der so genannten Rätischen Epoche im Rheintal. Guntram Plangg widmet sich dem rätoromanischen Orts- und Flurnamengut in Vorarlberg und den Relikten dieser Sprache im alemannischen Dialekt. Gerhard Wanner geht der Frage nach, wie die Vorarlberger Geschichtsschreibung im Laufe der Jahrhunderte die auf unserem Boden lebenden „Völker“ und vor allem Räter bzw. Rätoromanen politisiert und ideologisch „vereinnahmt“ hat.
Die Publikation ist bei Frau Verena Valentini (
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) um den Preis von 20 € zu beziehen.
Ganztagesexkursion ins Verzasca-Tal

Reiseleiter Obmann Albert Ruetz begeisterte die Mitfahrenden mit seinem fulminanten Wissen.
Voll auf ihre Rechnung kamen über 60 Teilnehmer bei der Exkursion am 14. April 2012 in eines der interessantesten Täler des Tessin. Das Verzascatal wird oft als Herzstück oder auch das „steinerne Herz“ des Tessin bezeichnet.
Reiseleiter Obmann Albert Ruetz verstand es wieder einmal, die Mitfahrenden mit seinem fulminanten Wissen zu begeistern. Ganz gleich, ob Geschichte, Kunstgeschichte, Politik oder Religion, er konnte besonders die Zusammenhänge für die Laien verständlich vermitteln. Auch der Wettergott meinte es diesmal gnädig, lediglich der noch geplante kurze Abstecher bei der Rückfahrt in das 17-Seelendorf nach Corippo wurde wegen dem plötzlich einsetzenden Regen gestrichen.
Abstecher nach Muralto
Unser Reiseleiter bot zu Beginn einen Überraschungsbesuch zu einer der bedeutendsten romanischen Kirchen des Tessins nach San Vittore in Muralto in der Nähe von Locarno. Die Kirche aus dem 9./10. Jahrhundert bot einen Ort der Ruhe und Inspiration. Trotz späterer Umbauten wurde die romanische Struktur beibehalten. In späteren Zeiten wurden zahlreiche Bauelemente beigefügt. Besondere Beachtung fanden zahlreiche Fresken aus verschiedenen Epochen, die während der Restaurierung der Kirche zum Vorschein kamen. Der älteste und bedeutendste Freskenzyklus stellt Szenen aus der Genesis dar und geht etwa auf das Jahr 1150 zurück. Aufmerksamkeit erregten in der Krypta die 22 Kapitelle mit geometrischen und pflanzliche Motiven, Menschenköpfe und Fabeltiere der romanischen Bildhauerkunst.
Raue Landschaft
Die raue Landschaft liefert den Bewohnern seit jeher nur eine bescheidene Existenzgrundlage und viele zogen es vor, ihr Glück in den USA oder in Italien zu suchen, sodass einzelne Dörfer nahezu entvölkert sind. Wir fuhren durch diese ausgeprägt alpine Landschaft, in der die Tessiner Steinhäuser den Blick auf sich ziehen. Wir besuchten Lavertezzo mit seinem gut erhaltenen Tessiner Ortsbild. Einer der Höhepunkte war die abenteuerlich filigrane Römerbrücke Ponte dei Salti Nach einer Stärkung im Gasthaus ging es weiter nach Brione. Dort erfreuten wir uns an den hochgotischen Fresken aus der Giotto-Schule. Den Abschluss der Exkursion im Talende war der Rundgang durch Sonogno. Wir hatten Gelegenheit, mitten im Dorf ein altes Backhaus, sowie die wunderschön restaurierten Steinhäuser und die majestätisch, Licht durchflutete Kirche zu bewundern.
(Helmut Köck, 14. April 2012).